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Sibylle Eckert
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Wir springen nicht einfach „so“ ins Wasser.
Vorher, während und nachher passiert eine ganze Menge.
 

Beim professionellen Training
Ab 20 Stunden pro Woche, wenn möglich zwei Mal pro Tag mit dem persönlichen Trainer. Alternierend auch mit dem Mental- und Krafttrainer.

Bei der mentalen Vorbereitung
Zwei bis drei Monate vor dem Wettkampf. Schwergewicht auf dem mentalen Training.

Vor dem Wettkampf
Möglichst viel Ruhe. Keine Ablenkung. Ganze Konzentration auf den Sprung und alle seine Details. Alles in Koordination und Absprache mit meinem Trainer- und Betreuerstab entsprechend der jeweiligen Vorbereitungsstrategie. Mentale Isolation.

Vor dem Start
Mentale Isolation und körperliches Aufwärmen.

Am Start
Volle Konzentration. Jedes Details des Sprungs noch einmal Mental im Kopf durchgehen. Körperhaltung prüfen, Atem kontrollieren. Alle Muskeln im Einklang angespannt ... Sprung!

Nach dem Sprung ist vor dem Start
Was für Teamsportarten gilt, hat auch für uns Wasserspringerinnen und –springer seine Berechtigung. Wer nach der Konkurrenz nicht gleich an den nächsten Wettbewerb denkt, hat diesen praktisch bereits verloren. Und wer verliert schon gerne!


Allgemeines & Wissenswertes

Kunstspringen
Alle Sprünge vom Ein- oder Dreimeterbrett zählen zu den Kunstsprüngen. Ausschlaggebend ist hier vor allem das federnde Brett. Die Mindest-Wassertiefe liegt beim Sprung vom Einmeterbrett bei 3,40 Metern. Der Abstand zur Decke muss mindestens 5 bis 5,50 Meter betragen.

Turmspringen
Beim Turmspringen wird von einer 5-, 7,50- und 10-Meter-Plattform gesprungen. Die Plattform ist statisch und federt - im Gegensatz zum Brett - nicht nach. Das Wasser muss mindestens 4,50 Meter tief sein. Der Abstand zur Decke muss mindestens 3,20 Meter betragen.

Geschwindigkeit
Ein Turmspringer trifft mit knapp 50 km/h ins Wasser (bei einem Sprung aus 10 Metern Höhe). Innerhalb weniger Zehntelsekunden reduziert sich seine Geschwindigkeit auf Null. Dabei lastet auf ihm das 35-fache des eigenen Körpergewichts.

Sprungarten
Insgesamt wird zwischen sechs Sprunggruppen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden unterschieden:

Vorwärts-, Rückwärts-, Auerbach-, Delphin-, Schrauben- und Handstandsprünge. Letztere werden nur am Turm ausgeführt. Während der Flugphase ist die Körperhaltung massgeblich: Dabei besteht die Möglichkeit, die Sprünge gestreckt (der Körper bleibt in gestreckter Haltung), gehechtet (der Körper wird in der Hüfte abgeknickt, die Knie bleiben durchgedrückt), gehockt (die Knie werden unter die Brust gedrückt) oder in freier Form in Verbindung mit einer Schraube auszuführen. Die Wertung der Sprungrichter wird am Ende - nach Abzug der Streichwertungen - mit dem vom Weltverband FINA festgelegten Schwierigkeitsgrad für den jeweiligen Sprung multipliziert, woraus sich die Endnote eines Sprungs ergibt.

Bewertung
Die Leistungen der Springer werden bei internationalen Veranstaltungen von sieben Sprungrichtern bewertet. Im Synchronspringen sind neun Sprungrichter vorgesehen. Ihnen kommen je unterschiedliche Aufgaben bei der Bewertung der Sprünge zu. Pro Sprung werden maximal zehn Punkte vergeben. Dabei werden die beiden höchsten und die zwei niedrigsten Noten gestrichen, die drei Bewertungen werden dann addiert. Ausschlaggebend für die Bewertung eines Sprungs sind der Absprung, die Flugphase, das Eintauchen ins Wasser, Eleganz und Gesamteindruck sowie der gewählte Schwierigkeitsgrad.

Wo kann man Klippenspringen?
Ort Land Sprunghöhe
Acapulco Mexiko 26 m
Ponte Brolla Tessin, Schweiz 7, 10, 13, 15, 19, 20 m
Antipaxos Griechenland 24 m
Lovrijenac Kroatien 25 m
Verudela Kroatien 20, 15, 14 m
Sidari Korfu, Griechenland 3, 5, 8 m
Falkensteinwand St. Gilgen, Wolfgangsee, Österreich 28 m
Red Bull Cliffdiving Verschiedene Orte 26 m

Quelle: Wikipedia & NDR